Schnellantwort
Das Didgeridoo ist ein uraltes Blasinstrument der Aborigine-Völker im Norden Australiens: ein langes Rohr (1 bis 3 m), traditionell aus von Termiten ausgehöhltem Eukalyptus, das man durch Lippenvibration an einem Ende zum Klingen bringt. Das Ergebnis ist ein tiefer, kontinuierlicher Drone, der sich mit Zirkularatmung minutenlang ohne Pause halten lässt. Leicht zum Klingen zu bringen, faszinierend zu meistern. Einsteigerpreis: 25–120 €.
Was ist das Didgeridoo?
Das Didgeridoo (auch Didjeridu oder Didge) ist ein Blasinstrument der Aborigine-Gemeinschaften des Arnhemlands im australischen Northern Territory. Sein Gebrauch ist seit mindestens 1.500 Jahren belegt, womit es zu den ältesten heute noch gespielten Blasinstrumenten zählt.
Das Wort „Didgeridoo“ ist ein lautmalerischer westlicher Name, der den Klang nachahmt. Jedes Aborigine-Volk hat seinen eigenen traditionellen Namen — Yidaki bei den Yolŋu, Mago anderswo — jeweils mit eigenen kulturellen Regeln, wer es bei welchen Zeremonien spielen darf.
Anders als die meisten Blasinstrumente hat das Didgeridoo keine Löcher oder Klappen: Es erzeugt einen einzigen Grundton (seinen Drone), dessen Tonhöhe von der Rohrlänge abhängt. Der ganze musikalische Reichtum entsteht durch die Technik des Spielers: Modulationen mit Zunge, Kehle und Stimme.
Wie es klingt und wie der Klang entsteht
Der Grundklang ist der Drone: ein tiefes, gleichmäßiges Brummen. Man erzeugt ihn, indem man die Lippen entspannt und gegen das Rohrende vibrieren lässt, wie ein lockeres Lippenflattern. Man bläst nicht kräftig — man lässt die Luft die Lippen vibrieren.
Aus diesem Drone formt der Spieler Texturen und Rhythmen durch Modulation von:
- der Zunge — „di-dle-di-dle“ ergibt die typischen Rhythmusmuster.
- Kehle und Zwerchfell — das Anspannen der Kehle ändert die Klangfarbe und fügt Obertöne hinzu.
- der Stimme — Vokalisieren oder Tierlaute imitieren während des Drones erzeugt eindrucksvolle Effekte.
- Trompeten — sprunghaft auf einen Oberton wechseln für Akzente.
Zirkularatmung: die große Herausforderung
Die Technik, die das Didgeridoo berühmt macht, ist die Zirkularatmung: Sie hält den Klang ohne Pause minutenlang. Der Trick: Luft in den Wangen speichern und wie mit einem Blasebalg ins Instrument drücken, während man gleichzeitig durch die Nase einatmet, sodass der Luftstrom nie abreißt.
Gut lernen lässt sich das zunächst mit einem Glas Wasser und einem Strohhalm: Blasen Sie ununterbrochen Blasen, während Sie alle paar Sekunden durch die Nase einatmen. Sobald die Blasen nicht mehr abreißen, übertragen Sie das Gefühl aufs Didgeridoo.
Materialien und Arten von Didgeridoos
| Material | Klang | Preis | Am besten für |
|---|---|---|---|
| Eukalyptus (traditionell) | Warm, authentisch, reich an Obertönen | 150–500+ € | Authentischer Klang, Sammeln |
| Bambus | Gut, etwas trockener | 25–60 € | Günstiger Einstieg |
| Agave / lokales Holz | Leicht und resonant | 40–90 € | Preis-Klang-Balance |
| Faser / Teleskop | Stimmbar, sehr robust | 50–120 € | Reisen, Tonhöhe anpassen |
Der Grundton hängt von der Länge ab: ein längeres Didgeridoo klingt tiefer. Modelle in D und C sind für Anfänger am beliebtesten.
So fängt man Schritt für Schritt an
- Lippen entspannen am Mundstück. Locker vibrieren lassen (ein tiefes Flattern), ohne zu verkrampfen.
- Drone finden: Lippenspannung anpassen, bis das Rohr sauber und gleichmäßig brummt.
- Zunge hinzufügen: „di-dle-di-dle“ für den Grundrhythmus denken.
- Stimme einbringen: ein „ooo“ summen, während der Drone gehalten wird.
- Zirkularatmung üben mit Strohhalm und Wasserglas, bevor man sie aufs Instrument anwendet.
Welches kaufen und wo
Für Ihr erstes Didgeridoo beginnen Sie mit einem Bambus- oder Teleskop-Fasermodell: günstig, robust und im Teleskopfall während des Lernens stimmbar. Heben Sie sich authentischen Eukalyptus auf, bis Sie Drone und Zirkularatmung beherrschen.
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Häufig gestellte Fragen zum Didgeridoo
Was ist ein Didgeridoo?
Ein uraltes Blasinstrument der Aborigines Nordaustraliens: ein langes (1-3 m) Eukalyptusrohr, das einen tiefen Drone erzeugt, wenn man die Lippen an einem Ende vibrieren lässt.
Ist es schwer zu spielen?
Der Grund-Drone ist leicht. Schwierig ist die Zirkularatmung, die Wochen oder Monate dauern kann.
Was ist Zirkularatmung?
Technik für Dauerklang: Luft aus den Wangen ins Rohr drücken und gleichzeitig durch die Nase einatmen.
Was kostet es?
Einsteiger (Bambus/Faser) 25-120 €. Authentischer handgefertigter Eukalyptus ab 150 €.
Gesundheitliche Vorteile?
Studien verbinden es mit weniger Schnarchen und leichter Schlafapnoe durch Stärkung der Atemwege.
Weitere kuriose Instrumente
- Klangschale — vibrierender Klang für Meditation und Entspannung
- Was ist ein Otamatone? — das schräge japanische Singinstrument
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