Das Flexatone (auch Flex-a-tone geschrieben) ist ein Perkussionsinstrument mit variabler Tonhöhe, das ein metallisches, geisterhaftes Glissando erzeugt, das jeder sofort erkennt, der jemals einen klassischen Horrorfilm oder einen Vintage-Cartoon gesehen hat. Trotz seines schlichten Aussehens hat es eine faszinierende Geschichte und einen echten Platz in der Konzertmusik des 20. Jahrhunderts.
Strukturell besteht das Flexatone aus einem dünnen elastischen Stahlblech, das an einem Ende von einem Metallgriff gehalten wird, mit zwei harten Gummikugeln an Drahtarmen auf beiden Seiten. Das Schütteln des Instruments lässt die Kugeln abwechselnd beide Seiten des Blechs in schneller Folge anschlagen. Das Schlüsselelement ist der freie Daumen: Drücken auf das freie Ende des Blechs erhöht die Spannung und hebt die Tonhöhe; Loslassen senkt sie.
Das Flexatone wurde in den frühen 1920er Jahren, etwa 1922-1924, im Vereinigten Königreich erfunden und patentiert. Das Originalpatent wurde unter dem Namen Flex-a-tone eingereicht, und das Instrument überquerte schnell den Atlantik in Richtung amerikanischen Markt. Bei seiner Markteinführung galt es als revolutionäres, modernes Neuheitsinstrument, ganz im Geiste der Goldenen Zwanziger.
Es war der armenische Komponist Aram Chatschaturjan, der dem Instrument seinen größten Ruhm in der klassischen Musik verschaffte, indem er es prominent in sein Klavierkonzert (1936) einbezog. Arnold Schönberg schrieb es auch in seiner Suite Op. 29 (1926) vor, und der Filmkomponist Carl Stalling setzte es von den 1930ern bis in die 1950er in zahllosen Warner-Bros.-Cartoons ein.
Das Prinzip ist elegant einfach. Die Schwingungsfrequenz eines Metallblechs hängt von seiner effektiven freien Länge ab: Je kürzer der vibrierende Abschnitt, desto höher die Frequenz. Den Daumen auf das freie Ende des Blechs zu drücken verkürzt die Schwingungslänge und erhöht die Tonhöhe; es loszulassen lässt das Blech in seiner vollen Länge schwingen und senkt die Tonhöhe.
Die ersten Klänge aus einem Flexatone zu holen dauert weniger als fünf Minuten. Präzise melodische Kontrolle erfordert monatelange Übung.
Handhaltung: Greife den Griff zwischen zwei Finger und lasse den Daumen völlig frei, um an das Blech zu gelangen. Schüttle mit einer schnellen horizontalen Handgelenksbewegung — nicht mit dem ganzen Arm. Variiere den Daumendruck beim Schütteln für ausdrucksvolle Glissandos nach oben und unten.
Beginne nur mit dem Glissando-Effekt: Drücke den Daumen ganz herunter, dann lass langsam los, während du schüttelst. Du wirst das ikonische absteigende Wimmern hören. Dann umgekehrt. Wenn du Glissandos in beide Richtungen kontrollieren kannst, versuche, eine einzelne stabile Note 3 Sekunden lang zu halten — das ist die erste echte Herausforderung des Flexatone.
Wenn das Flexatone ein spirituelles Zuhause hat, dann ist es Hollywood. In den 1930er-50er Jahren entdeckten Filmmusik- und Animationskomponisten, dass es perfekt für zwei gegensätzliche Zwecke geeignet war: Spannung und Horror zu erzeugen oder komische und absurde Momente zu unterstreichen.
In den Cartoons des goldenen Zeitalters (Looney Tunes, Tom & Jerry, Merrie Melodies) verwendete Komponist Carl Stalling das Flexatone wiederholt für beschleunigte Verfolgungsjagden, Stürze, Geistererscheinungen und Momente totaler Verwirrung. Dieser ikonische „Cartoon-Feder"-Klang aus Vintage-Animationen ist zu großen Teilen das Flexatone.
| Komponist | Werk | Jahr | Rolle |
|---|---|---|---|
| Aram Chatschaturjan | Klavierkonzert | 1936 | Hervorgehobener Solist |
| Arnold Schönberg | Suite Op. 29 | 1926 | Kammermusik-Instrument |
| Dmitri Schostakowitsch | Jazzsuite Nr. 1 | 1934 | Orchestrale Farbe |
| George Crumb | Black Angels | 1970 | Extremer Klangeffekt |
| Carl Stalling | Warner Bros. Cartoon Music | 1936-1958 | Wiederkehrende Komikeffekte |
| Merkmal | Flexatone | Theremin |
|---|---|---|
| Typ | Akustische Perkussion | Elektronisch |
| Körperkontakt | Ja — geschüttelt und gedrückt | Nein — kontaktlos |
| Tonumfang | ~2,5 Oktaven | 5+ Oktaven |
| Einstiegspreis | 8-15 € (Basis) | 200-500 € (Basis) |
| Tragbarkeit | Sehr hoch (passt in die Tasche) | Mittel (benötigt Strom) |
| Lernkurve | Niedrig (Effekte) / mittel (Melodie) | Sehr hoch |
| Klangfarbe | Metallisch, perkussiv, rau | Weich, ätherisch, vokal |
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Ein Metallperkussionsinstrument mit variabler Tonhöhe: ein flexibles Stahlblech mit zwei Gummikugeln, die es beim Schütteln anschlagen. Der Daumen steuert die Spannung des Blechs zur Veränderung der Tonhöhe, was ein charakteristisches metallisches Glissando erzeugt.
Sein instabiles, unheimliches Glissando — wie eine übernatürliche Stimme, die ihre Note sucht — wurde von Hollywood-Komponisten in den 1930er-40ern als perfekt für die Erzeugung von Spannung und Übernatürlichkeit entdeckt. Es wurde ein Standardeffekt im goldenen Zeitalter des Kinos und der Animation.
Ja. Aram Chatschaturjan setzte das Flexatone in seinem Klavierkonzert von 1936 als prominenten Solisten ein, eines der meistgespielten Orchesterkonzerte des 20. Jahrhunderts.
Grundeffekte (Glissandos) sind sehr einfach. Präzise Melodien zu spielen erfordert Übung. Hervorragend für Improvisation und Experimente ab dem ersten Tag.